
Was wir wollen
Unsere Ziele
Wald braucht Freiraum. Wir brauchen Wald.
Unsere Vision:
Immer mehr Wälder in Deutschland werden sozialökologisch bewirtschaftet.
Sie können sich natürlich entwickeln und sind funktionsfähige Ökosysteme.
So bilden sie auch in Zukunft eine Grundlage für gutes Leben.
Dazu wollen wir beitragen. Deshalb bringen wir Menschen zusammen, schaffen Räume zum Lernen und erproben neue Wege in der Praxis.
Auf dem Weg zu dieser Vision verfolgen wir sechs Ziele:
Vom Wald lernen
Wald ist komplex.
Unzählige Tiere, Pflanzen, Pilze und andere Organismen leben miteinander und beeinflussen sich gegenseitig. Klima, Boden und Lage prägen jeden Wald auf eigene Weise. Die Klimakrise verändert diese Wechselwirkungen zusätzlich.
Deshalb können wir nicht alles wissen oder vorhersehen. Wir wollen genau beobachten, Zusammenhänge besser verstehen und offen bleiben für neue Erkenntnisse. Dabei verbinden wir wissenschaftliches Wissen mit praktischen Erfahrungen und dem, was uns der Wald selbst zeigt.
Was wir lernen, teilen wir.

Den Blick auf Wald verändern
Oft betrachten wir Wald vor allem danach, was er für uns leistet:
Wie viel Holz liefert er? Welche Arten leben dort? Wie gut können wir uns in ihm erholen?
Doch Wald ist mehr als die Summe einzelner Leistungen und Arten. Er ist ein lebendiges System mit eigenen Strukturen, Dynamiken und Beziehungen.
Und wir Menschen sind Teil dieses Systems.
Dieser Blick auf Wald verbindet uns in der Wald-Allianz. Er prägt unseren Umgang mit Wald:
Wir begegnen ihm mit Respekt, beobachten aufmerksam und erkennen die Grenzen unseres Wissens an. Diese Haltung wollen wir sichtbar und erlebbar machen.
Unsere sozialökologischen Prinzipien helfen uns dabei.
Natürlicher Entwicklung mehr Raum geben
Wald lässt sich nicht vollständig planen. Dafür ist er zu komplex und dynamisch.
Die Klimakrise bringt zusätzliche Unsicherheit. Wir wissen nicht, unter welchen Bedingungen Wälder künftig wachsen werden.
Deshalb setzen wir nicht auf umfassende Steuerung. Der Wald selbst ist unsere Richtschnur. Wo wir handeln, wollen wir natürliche Prozesse so wenig wie möglich stören. So geben wir Wäldern mehr Raum, sich selbst an veränderte Bedingungen anzupassen.
Sozialökologische Waldbewirtschaftung verbindet diesen Ansatz mit den Bedürfnissen der Menschen.
Wir wollen Wälder nutzen und zugleich ihre natürliche Funktionsfähigkeit stärken.

Neue Wege praktisch erproben
Wie kann Waldbewirtschaftung künftig konkret aussehen? Dieser Frage gehen wir nicht nur theoretisch nach.
Unsere Waldpartner zeigen auf ihren Flächen schon heute, wie eine sozialökologische Haltung die Waldpraxis verändert. Sie geben der natürlichen Entwicklung mehr Raum und richten die Nutzung stärker an ihr aus.
Gemeinsam lernen wir aus dieser Praxis und laden andere ein, mitzumachen:
den eigenen Wald genau beobachten, auf ihn hören und das eigene Handeln davon leiten lassen.
Auch wirtschaftlich müssen neue Wege tragfähig sein. Deshalb suchen wir nach Möglichkeiten, wie Waldbesitzende langfristig von den vielfältigen Leistungen ihrer Wälder profitieren können.
Menschen zusammenbringen
So vielfältig wie Wälder sind auch die Perspektiven auf sie.
In der Wald-Allianz kommen Menschen aus Waldbesitz, Waldpraxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen.
Wir verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse, praktisches Erfahrungswissen und weitere Sichtweisen.
So erweitern wir unseren Blick.
Gemeinsam hinterfragen wir Gewissheiten und lernen voneinander. Dabei wollen wir unterschiedliche Bedürfnisse ernst nehmen und den Umgang mit Wald gerechter gestalten.
Neue Wege entstehen im Miteinander. Dafür brauchen wir vielfältige Perspektiven und gemeinsames Handeln.
Eine Stimme für sozialökologische Waldbewirtschaftung sein
Was wir lernen und praktisch erproben, wollen wir in die Gesellschaft tragen. Wir machen sozialökologische Waldbewirtschaftung bekannter, bringen sie in politische Debatten ein und setzen uns für ihre Verbreitung in der Praxis ein.
Dabei geht es uns um mehr als Waldbewirtschaftung. Wir wollen sichtbar machen, wie untrennbar Mensch und Natur miteinander verbunden sind.
Wir haben eine klare Haltung. Doch wir setzen auf Dialog statt Abgrenzung.
Das eigene Handeln infrage zu stellen kann verunsichern. Das betrifft uns alle.
Doch Gewohntes loszulassen kann auch befreien: Es schafft Raum für Neues und für das, was der Wald selbst zeigt.
Diesen Raum wollen wir mit möglichst vielen Menschen betreten.
Alle Fotos auf der Seite: Knut Sturm
